Joseph
H. Pilates
(geb. 1880 in Mönchengladbach, † 1967 in New
York)
Schon als Kind war J. H. Pilates schwächlich und litt
an diversen Krankheiten wie Asthma und Rheuma. Er setzte
sich zum Ziel, mit Hilfe körperlicher Fitness ein normales,
gesundes Leben führen zu können. So begann er
schon in jungen Jahren mit verschiedenen Sportarten wie
Tauchen, Skifahren und Yoga ebenso wie mit östlichen
Trainingsformen.
Fasziniert und inspiriert von deren Philosophien entwickelte
er als junger Mann ein eigenes "Fitnessprogramm",
welches Elemente des Yoga mit Gymnastik und anderen Techniken
verband. Er selbst nannte seine Methode "Contrology".
Erst nach seinem Tod tauften die seine Anhänger das
Programm in "Pilates" um.
1912 ging er nach England, wo er als Artist im Zirkus arbeitete
und die Beamten des Scotland Yard in Selbstverteidigung
trainierte. Während des ersten Weltkrieges wurde J.
H. Pilates interniert und trainierte seine Mitgefangenen.
Hier begann er auch die Vorläufer der Geräte zu
entwickeln, die noch heute beim modernen Pilatestraining
benutzt werden.
Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück, wo
er seine Methode weiterentwickelte und die Hamburger Polizei
trainierte. Unzufrieden mit den Verhältnissen in seinem
Heimatland, wanderte J. H. Pilates 1923 nach Amerika aus.
Auf der Überfahrt lernte er seine spätere Ehefrau
Clara kennen, eine Krankenschwester und selbst begeisterte
Sportlerin.
Zusammen eröffneten sie ihr Trainingsstudio in New
York im Gebäude des New York City Ballet, wo seine
Controlgy–Methode großen Anklang fand. Viele
der Tänzer gehörten zu seinen Kunden, unter anderem
Martha Graham und George Balanchine. Um seine Prinzipien
einem breiten Publikum zugänglich zu machen, schrieb
er das Buch "Return to Life through Contrology".
Joseph Pilates unterrichtete bis zu seinem Tod 1967, seine
Anhänger führten seine Arbeit weiter. Heute ist
seine Trainingsmethode nicht mehr wegzudenken; vierzig Jahre
nach seinem Tod ist "Pilates" so anerkannt und
beliebt wie niemals zuvor.